Programm Rennabend vom 23.06.2026
Wir freuen uns auf viele Fans und Radsportbegeisterte.
Kasse ab 16:30 Uhr geöffnet.
Resultate Abendrennen 16. Juni 2026
Newsletter vom 14.06.2026

Herzblut in der kleinsten Galerie der Welt
Am Dienstag, 16. Juni, wird die Offene Rennbahn Oerlikon nicht nur zur Bühne des Bahnradsports, sondern auch zum Ausstellungsraum. Um 19.00 Uhr eröffnet Marc Locatelli in seiner Kunstkabine die Ausstellung «Herzblut» – eine Hommage an historische Rad-Trikots, grosse Rennmomente und die Leidenschaft für den Velosport.
Vernissage um 19.00 Uhr: Wenn Trikots Geschichten erzählen
Wie viel Platz braucht eine Kunstgalerie? Auf der Offenen Rennbahn Oerlikon genügen ein paar Quadratmeter. Seit über 20 Jahren beweist Marc Locatelli mit seiner Kunstkabine, dass grosse Geschichten auch im kleinsten Rahmen erzählt werden können.
Für die Saison 2026 hat der ehemalige Radrennfahrer, der einst sogar Eddy Merckx bezwang, einen alten Weggefährten ins Boot geholt: den Illustrator und Zeichner Hans Meier aus Embrach. Die beiden kennen sich seit den 1970er-Jahren, als sie gemeinsam die Vorkursklasse an der Kunstgewerbeschule Zürich besuchten. Schon damals verband sie nicht nur die Kunst, sondern auch die Liebe zum Radsport.
Ein Jahrhundert Velogeschichte
Hans Meier machte sich später als Radquerfahrer einen Namen und ist bis heute bei nostalgischen Veranstaltungen wie der L’Eroica oder der Chläggi Classic im Klettgau anzutreffen. Parallel dazu schuf er ein eindrückliches künstlerisches Werk:detailreiche Zeichnungen von Rennszenen, Velos und vor allem historischen Rad-Trikots.
Rund 1000 Motive aus einem ganzen Jahrhundert – von 1900 bis 2000 – umfasst seine Sammlung. Es sind Bilder, die nicht einfach Stoff, Farben und Sponsoren zeigen. Sie erzählen von Epochen, Helden, Rivalitäten, Stil und Sehnsucht. Von einer Zeit, in der ein Trikot noch mehr war als ein Stück Stoff: ein verbindliches Bekenntnis.

Bewegung und Ästhetik
Für Marc Locatelli ist klar: Diese Arbeiten gehören an die Öffentlichkeit. «Wir präsentieren die Exponate in einer Form, die den Besuchern einen neuen Zugang ermöglicht», sagt er.
So wird die Rennbahn an diesem Dienstagabend einmal mehr zu einem Ort, an dem sich Sport und Kultur begegnen. Draussen die Bahn, die Kurven, die Geschwindigkeit. Drinnen die Linien, Farben und Erinnerungen. Beides gehört zusammen. Beides lebt vom gleichen Stoff: Herzblut.
Änderung im Rennprogramm
Im Rennablauf des vierten Saisonmeetings gibt es eine Änderung. Die ursprünglich vorgesehenen Sprint-Meisterschaften der Elite können nicht durchgeführt werden. Es haben sich zu wenige Fahrer gemeldet, um einen reglementarisch korrekten Wettkampf auszutragen. Das Dienstagabendmeeting findet dennoch mit einem variantenreichen und spektakulären Programm statt – mit der Vernissage als besonderem Intermezzo und dem gewohnten Ambiente unter freiem Himmel.

Photo Credit CuPNet Photo Peter Mettler
Öffentlichkeitsarbeit: Thomas Renngli | IGOR
Resultate Abendrennen 09. Juni 2026
Newsletter vom 29.05.2026

Wenn Motoren singen und Beine brennen
Die Offene Rennbahn Oerlikon ist mehr als nur eine Sportanlage – sie ist ein Stück lebendige Radsportgeschichte in der Stadt. Am Dienstag, 2. Juni, ist genau diese besondere Atmosphäre zu erleben, wenn die Steher hinter den schweren Motorrädern das Publikum in ihren Bann ziehen. Keiner weiss das besser als Jan Ramsauer.
Der 50-jährige Zürcher Oberländer kennt diese Welt aus beiden Perspektiven: als ehemaliger Steherrennfahrer und zweifacher Schweizer Meister und heute als sportlicher Leiter der Interessensgemeinschaft Offene Rennbahn Oerlikon. Das Oval im Norden Zürichs ist ein idealer Ort für Steherrennen, in denen die Grenze von 80 km/h regelmässig durchbrochen wird.

Die 333-Meter-Bahn sei nicht nur wegen ihrer Länge prädestiniert, um solche Geschwindigkeiten zu erreichen, so Ramsauer: «Die Bahn ist hervorragend erhalten, mit einer unversehrten Oberfläche – eine der schönsten Rennbahnen Europas».
Gerade für die Steher sei sie perfekt. Dass sie 1912 für diese Disziplin gebaut wurde, spürt man bis heute. Die langen, sauber zu fahrenden Kurven erlauben hohe Tempi – und genau das macht den Reiz aus. Hinter den schweren Motorrädern entstehe ein Sog, der es den Fahrern erlaube, über die natürlichen Grenzen zu gehen, erklärt Ramsauer: «Wenn du einmal im Rhythmus bist, spürst du, wie dich die Bahn und der Windzug des Motorrads mitzieht“. Entscheidend sei das Zusammenspiel zwischen Fahrer und Schrittmacher – ein fast intuitives Teamwork bei solchen Geschwindigkeiten.
Dass diese Disziplin so fasziniert, liegt auch an ihrer Eigenheit: archaisch, laut, direkt – und zugleich hochpräzise. Jeder Meter, jede Linie entlang der Rollen entscheidet über Effizienz oder Energieverlust. Wer hier vorne mitfahren will, braucht Stehvermögen, Biss und Geduld, sagt Ramsauer. „Und ein gutes Gespür dafür, wie man sich im Windschatten bewegt.“
Am kommenden Dienstag wird genau diese Faszination wieder spür- und sichtbar. Wenn die Motoren aufheulen und die Steher in den Sog der Maschinen gehen, entsteht jener Moment, der die Rennbahn seit Jahrzehnten prägt: laut, nah, intensiv – und für viele erstmals überraschend eindrücklich.
Ramsauer hofft auf volle Felder und hochkarätige Rennen. Unter anderem hat sich der französische Publikumsliebling Emilien Clère aus Frankreich angekündigt: „Sechs Gespanne sind ideal – dann wird es für die Zuschauer wirklich spannend“, so Ramsauer. Und genau dafür ist Oerlikon gemacht: für Rennen, die man nicht nur sieht, sondern spürt. Ein Abend, der zeigt, weshalb die Offene Rennbahn Oerlikon bis heute ein einzigartiger Ort geblieben ist – und warum die Steher das Publikum ganz besonders in den Bann ziehen.

Programm. Dienstag, 2. Juni 2026
18.50 Uhr: Scratch (U15/U17/Frauen U19)
19.00 Uhr: Tempofahren (U19/U23/Elite)
19.15 Uhr: Ausscheidung (U15/U17/Frauen U19)
19.25 Uhr: Scratch (U19/U23/Elite)
19.35 Uhr: Punktefahren (U15/U17/Frauen U19)
19.45 Uhr: Pause
20.05 Uhr: Steher, 1. Lauf
20.30 Uhr: Ausscheidung (U19/U23/Elite)
20.40 Uhr: Punktefahren (U17/U19/Frauen U21)
20.55 Uhr: Punktefahren (U19/U23/Elite)
21.25 Uhr: Steher, 2. Lauf
21.55 Uhr: Rennschluss
Öffentlichkeitsarbeit: Thomas Renngli | IGOR
Resultate Abendrennen 26. Mai 2026
Newsletter vom 18.05.2026

Dernypremiere mit Stargästen
Nach den zwei stimmungsvollen ersten Saison-Meetings steht auf der Offenen Rennbahn Oerlikon der nächste Höhepunkt bevor. Mit Scratch-Weltmeister Moritz Augenstein und Scratch-Europameister Alex Vogel kehren zwei Fahrer zurück, die dem vergangenen Rennabend eindrücklich den Stempel aufdrückten. Dazu feiert eine der grossen Traditionen des Bahnradsports ihre Saisonpremiere: die Dernyrennen.
Moritz Augenstein bewies in dieser Woche eindrücklich, weshalb er zu den stärksten Bahnfahrern Deutschlands zählt. Der amtierende Scratch-Weltmeister dominierte die Rennen mit Übersicht, Tempohärte und Rennintelligenz – und dies notabene nach einer dreistündigen Anreise aus seinem Wohnort Pforzheim. Der WM-Titel im vergangenen Herbst war kein Zufall: Augenstein gehört seit Jahren zur Weltspitze, gewann mehrere nationale und internationale Meisterschaften und ist auch hinter dem Derny der Massstab.

Alex Vogel fordert den Champion
Mit Alex Vogel steht ihm am Dienstag erneut ein Schweizer Topfahrer gegenüber, der derzeit ebenfalls in bestechender Verfassung fährt. Der Thurgauer krönte sich in diesem Frühjahr zum Scratch-Europameister und zählt seit Jahren zu den konstantesten Bahnfahrern der Schweiz. Mehrere Schweizer Meistertitel und Olympiateilnahmen unterstreichen seine Klasse.
Das Duell zwischen Augenstein und Vogel verleiht den Rennen zuletzt internationales Niveau. Gerade das Scratch lebt von Angriffen, Tempowechseln und taktischem Gespür – beste Unterhaltung also für das Publikum auf der offenen Rennbahn.
Derny-Premiere als zusätzliche Attraktion
Der dritte Rennabend der Saison steht zudem im Zeichen der Derny-Premiere. Die Rennen hinter den kleinen Schrittmachermotorrädern gehören seit Jahrzehnten zu den grossen Attraktionen des Bahnradsports und besitzen in Oerlikon eine lange Tradition.

Programm. Dienstag, 26. Mai 2026
18.50 Uhr: Scratch (U15/U17/Frauen)
19.00 Uhr: Ausscheidung (U19/U23/Elite)
19.10 Uhr: Punktefahren (U15/U17/Frauen)
19.25 Uhr: Derny, 1. Lauf (U23/Elite)
19.50 Uhr: Australien (U19/U23/Elite)
20.00 Uhr: Pause
20.20 Uhr: Tempofahren (U19/U23/Elite)
20.35 Uhr: Ausscheidung (U15/U17/Frauen)
20.45 Uhr: Derny, 2. Lauf (U23/Elite)
21.10 Uhr: Scratch (U17/U19/Frauen U23)
21.25 Uhr: Punktefahren (U19/U23/Elite)
21.55 Uhr: Rennschluss
Öffentlichkeitsarbeit: Thomas Renngli | IGOR
Resultate Abendrennen 19. Mai 2026
Newsletter vom 18.05.2026

Welt- und Europameister in Oerlikon am Start
Die Offene Rennbahn Oerlikon darf sich schon am zweiten Abend der neuen Saison auf Bahnradsport der Spitzenklasse freuen: Mit Moritz Augenstein und Alex Vogel stehen am Dienstagabend der aktuelle Welt- und Europameister im Scratch am Start. Auch die Wetterprognosen stimmen optimistisch – es soll trocken bleiben.
Die traditionsreiche Offene Rennbahn Oerlikon erhält früh in der Saison prominenten Besuch. Mit Moritz Augenstein reist der amtierende Scratch-Weltmeister nach Zürich. Der Deutsche aus Pforzheim gewann im vergangenen Herbst überraschend den WM-Titel und gehört seit Jahren zu den stärksten Bahnfahrern seines Landes. Mehrere deutsche Meistertitel sowie Erfolge im Dernyrennen stehen bereits in seiner Palmares. Umso bemerkenswerter ist seine aktuelle Form, nachdem er Anfang Jahr in den schweren Trainingsunfall der deutschen Nationalmannschaft auf Mallorca verwickelt gewesen war.
Auch die Schweiz ist mit einem internationalen Topfahrer vertreten. Alex Vogel, einer der konstantesten Schweizer Bahnfahrer der vergangenen Jahre, sicherte sich in diesem Frühjahr den Europameistertitel im Scratch. Der Thurgauer startete bereits an Olympischen Spielen, gewann mehrere Schweizer Meistertitel und zählt besonders in den Ausdauerdisziplinen zur nationalen Spitze.
Dass gleich zwei internationale Titelträger derselben Disziplin in Oerlikon antreten, verspricht spannende und offensive Rennen. Gerade das Scratch lebt von Tempoverschärfungen, Angriffen und taktischem Geschick – beste Unterhaltung also für das Publikum.
Und auch das Wetter dürfte mitspielen: Für Dienstagabend sind trockene Bedingungen angesagt. Einem hochklassigen Frühlingsabend auf der offenen Rennbahn steht damit kaum etwas im Weg.


Öffentlichkeitsarbeit: Thomas Renngli | IGOR
Newsletter vom 15.05.2026

Die Saisonpremiere auf der Offenen Rennbahn Oerlikon bot grosse Emotionen: Nicole Fry und Daniel Wyder wurden verabschiedet, gleichzeitig kehrte mit der Eisenplastik «Im Ziel» ein Stück Rennbahn-Geschichte zurück. Nun folgt am Dienstagabend das zweite Meeting – mit einem Punktefahren als Höhepunkt.
Wenn Nicole Fry mit dem Schrittmacher-Töff ins Oval einbog, war dies jeweils mehr als nur Sport. Es war ein Bild, das hängen blieb. Eine Frau in einer Männerdomäne. Präzise, mutig, souverän. Für drei Jahre prägte sie das Bild der Offenen Rennbahn – und machte den Bahnradsport auch für Menschen interessant, die sonst kaum je ein Velodrom betreten hätten.
An der stimmungsvollen Saisonpremiere vom vergangenen Dienstag wurde Nicole Fry gemeinsam mit Daniel Wyder offiziell verabschiedet. Zwei Persönlichkeiten, die den Stehersport geprägt haben. Wyder als ehemaliger Weltklassefahrer (in anderen Disziplinen) und später als ruhiger, fairer und stets kontrollierter Schrittmacher. Fry als Pionierin, die sich ihren Platz im Rennbahnsport gegen Widerstände und Vorurteile erkämpfte.
Emotionaler Abschied
Die Verabschiedung geriet entsprechend emotional. Rennbahn-Kommunikationschef Thomas Renggli erinnerte daran, dass das Frauenstimmrecht in der Schweiz zwar 1971 eingeführt worden sei, gewisse Denkweisen aber bis heute nachwirkten. Gerade deshalb sei die Geschichte von Nicole Fry so beeindruckend. Und vielleicht, so die Hoffnung vieler auf den gut gefüllten Rängen, ist dieser Abschied noch nicht endgültig. Sportliche Comebacks gehören schliesslich zu den schönsten Geschichten.
Überhaupt bot der Saisonauftakt alles, was die Rennbahn Oerlikon seit Jahrzehnten ausmacht: spannenden Sport, vorzügliche Grillwürste, gut besetzte Tribünen und viele emotionale Momente. Einen ganz besonderen Akzent setzte dabei die Rückkehr der Eisenplastik «Im Ziel».

Monumentale Skulptur
Die monumentale Skulptur des Zürcher Künstlers Giorgio Placido Lorenzi war ursprünglich für die Bahnrad-Weltmeisterschaften 1983 in Oerlikon geschaffen worden. Danach verschwand sie über vier Jahrzehnte aus dem öffentlichen Blickfeld – erst auf einem Privatgrundstück, später in der Sammlung von Bruno Stefanini. Nun ist das Werk als Dauerleihgabe der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte an seinen ursprünglichen Ort zurückgekehrt
Die drei eisernen Bahnfahrer im Zielsprint stehen seit vergangener Woche direkt beim Eingang der Rennbahn – kraftvoll, roh und voller Dynamik. Sie erinnern an die grossen Zeiten des Bahnradsports in Oerlikon und passen gleichzeitig erstaunlich gut in die Gegenwart dieser traditionsreichen Sportstätte.
Die Rennbahn lebt!
Nach diesem gelungenen Auftakt geht die Saison nun bereits weiter: Am kommenden Dienstagabend dreht sich auf der Offenen Rennbahn Oerlikon wieder alles um Tempo, Taktik und Emotionen. Die Rennbahn lebt – mehr denn je.

Programm Dienstag, 19. Mai 2026
18.55 Uhr: Scratch (U13/U15)
19.05 Uhr: Temporennen (U19/U23/Elite)
19.20 Uhr: Ausscheidung (U15/U17/Frauen)
19.30 Uhr: Scratch (U19/U23/Elite)
19.40 Uhr: Ausscheidung (U17/U19/Frauen U23)
19.50 Uhr: Pause
20.10 Uhr: Ausscheidung (U13/U15)
20.20 Uhr: 1000er Rennen (U23/Elite)
20.45 Uhr: Punktefahren (U17/U19/Frauen)
21.00 Uhr: Ausscheidung (U23/Elite)
21.10 Uhr: Temporennen (U19/Frauen)
21.25 Uhr: Punktefahren (U19/U23/Elite)
21.55 Uhr: Rennschluss
Öffentlichkeitsarbeit: Thomas Renngli | IGOR