Der Rennabend vom 30.06.2026 findet statt
Wir freuen uns auf viele Fans und Radsportbegeisterte.
Kasse ab 16:30 Uhr geöffnet.
Newsletter vom 26.06.2026

Sommerabend mit Meisterschafts-Glanz
Wenn die Hitze des Tages langsam aus dem Beton weicht, die Schatten länger werden und das Licht über die offene Bahn streicht, dann zeigt die Offene Rennbahn Oerlikon ihre ganze Magie. Am kommenden Dienstag wird der ältesten Sportarena der Schweiz wieder zum Terrain für Höchstleistungen – mit Tempo, Taktik, Tradition und einem Hauch von südländischem Sommerabend.
Im Zentrum des Meetings stehen die Schweizer Meisterschaften im Scratch und im Punktefahren. Zwei Disziplinen, die alles verlangen: Rennintelligenz, Mut, Ausdauer, Instinkt und das perfekte Gespür für den Moment.
Gerade das Punktefahren hat in der Schweiz eine grosse Geschichte. Namen wie Urs Freuler, Bruno Risi, Daniel Gisiger, Kurt Beschart oder Xaver Kurmann stehen für Epochen, in denen Schweizer Bahnfahrer auf den Velodromen Europas und der Welt für Furore sorgten. Allen voran Freuler, der elegante Vollstrecker mit dem untrüglichen Riecher für den richtigen Angriff – und zehn WM-Titeln (neun davon im Punktefahren).
Kurmann, der unermüdliche Kämpfer und zweifache Olympiamedaillengewinner in der Einzelverfolgung. Das Punktefahren war immer auch eine Schweizer Spezialität: ein Rennen für schlaue Köpfe und starke Beine.

Mehr als nur Rennsport
Am Dienstag wird diese Tradition in Oerlikon weitergeschrieben. Wer wird die entscheidende Attacke setzen? Wer sammelt früh Punkte? Wer wartet, pokert – und schlägt im richtigen Moment zu? Scratch und Punktefahren sind keine Rennen für Zauderer. Sie belohnen jene, die den Mut haben, das Rennen zu lesen und zu prägen.
Doch Oerlikon ist an solchen Abenden mehr als nur Rennsport. Die offene Bahn ist Bühne, Treffpunkt und Sommerterrasse zugleich. Wer einmal an einem heissen Abend hier gesessen ist, mit einem kühlen Getränk in der Hand, dem Duft vom Grill in der Luft und dem Surren der Räder auf dem Beton im Ohr, weiss: Diese Rennbahn ist vielleicht das schönste Gartenrestaurant der Stadt.
Hier sitzt man nicht am Rand des Geschehens – man ist mittendrin. Zwischen Stehplatz, Tribüne, Fahrerlager und Bandenwerbung entsteht jene Nähe, die den Bahnradsport so besonders macht. Man hört die Zurufe, spürt die Beschleunigung, sieht die Anspannung in den Gesichtern der Fahrerinnen und Fahrer.
Am kommenden Dienstag lohnt sich der Weg nach Oerlikon deshalb doppelt: für die Meistertitel auf der Bahn – und für einen Sommerabend, wie ihn nur diese Rennbahn bieten kann..

Programm. Dienstag, 30. Juni 2026
16.45 Uhr: Schweizer Meisterschaften 500 m (U17)
Schweizer Meisterschaften 1000 m (U19/U23/Elite)
18.15 Uhr: Scratch (U15/U17/Frauen U19)
18.25 Uhr: Ausscheidung (U19/U23/Elite)
18.40 Uhr: Stillstand-Contest (U19/U23/Elite)
18.55 Uhr: Ausscheidung (U17/U19/Frauen U23)
19.05 Uhr: Pause
19.20 Uhr: Schweizer Meisterschaften Scratch (U19/U23/Elite)
19.45 Uhr: Schweizer Meisterschaften Scratch (U19/U23/Elite)
20.10 Uhr: Schweizer Meisterschaften Punktefahren (U19/U23/Elite)
20.50 Uhr: Schweizer Meisterschaften Punktefahren (U19/U23/Elite)
21.35 Uhr: Siegerehrungen (alle Meisterschaften)
21.55 Uhr: Rennschluss
Öffentlichkeitsarbeit: Thomas Renngli | IGOR
Resultate Abendrennen 23. Juni 2026
Newsletter vom 14.06.2026

Herzblut in der kleinsten Galerie der Welt
Am Dienstag, 16. Juni, wird die Offene Rennbahn Oerlikon nicht nur zur Bühne des Bahnradsports, sondern auch zum Ausstellungsraum. Um 19.00 Uhr eröffnet Marc Locatelli in seiner Kunstkabine die Ausstellung «Herzblut» – eine Hommage an historische Rad-Trikots, grosse Rennmomente und die Leidenschaft für den Velosport.
Vernissage um 19.00 Uhr: Wenn Trikots Geschichten erzählen
Wie viel Platz braucht eine Kunstgalerie? Auf der Offenen Rennbahn Oerlikon genügen ein paar Quadratmeter. Seit über 20 Jahren beweist Marc Locatelli mit seiner Kunstkabine, dass grosse Geschichten auch im kleinsten Rahmen erzählt werden können.
Für die Saison 2026 hat der ehemalige Radrennfahrer, der einst sogar Eddy Merckx bezwang, einen alten Weggefährten ins Boot geholt: den Illustrator und Zeichner Hans Meier aus Embrach. Die beiden kennen sich seit den 1970er-Jahren, als sie gemeinsam die Vorkursklasse an der Kunstgewerbeschule Zürich besuchten. Schon damals verband sie nicht nur die Kunst, sondern auch die Liebe zum Radsport.
Ein Jahrhundert Velogeschichte
Hans Meier machte sich später als Radquerfahrer einen Namen und ist bis heute bei nostalgischen Veranstaltungen wie der L’Eroica oder der Chläggi Classic im Klettgau anzutreffen. Parallel dazu schuf er ein eindrückliches künstlerisches Werk:detailreiche Zeichnungen von Rennszenen, Velos und vor allem historischen Rad-Trikots.
Rund 1000 Motive aus einem ganzen Jahrhundert – von 1900 bis 2000 – umfasst seine Sammlung. Es sind Bilder, die nicht einfach Stoff, Farben und Sponsoren zeigen. Sie erzählen von Epochen, Helden, Rivalitäten, Stil und Sehnsucht. Von einer Zeit, in der ein Trikot noch mehr war als ein Stück Stoff: ein verbindliches Bekenntnis.

Bewegung und Ästhetik
Für Marc Locatelli ist klar: Diese Arbeiten gehören an die Öffentlichkeit. «Wir präsentieren die Exponate in einer Form, die den Besuchern einen neuen Zugang ermöglicht», sagt er.
So wird die Rennbahn an diesem Dienstagabend einmal mehr zu einem Ort, an dem sich Sport und Kultur begegnen. Draussen die Bahn, die Kurven, die Geschwindigkeit. Drinnen die Linien, Farben und Erinnerungen. Beides gehört zusammen. Beides lebt vom gleichen Stoff: Herzblut.
Änderung im Rennprogramm
Im Rennablauf des vierten Saisonmeetings gibt es eine Änderung. Die ursprünglich vorgesehenen Sprint-Meisterschaften der Elite können nicht durchgeführt werden. Es haben sich zu wenige Fahrer gemeldet, um einen reglementarisch korrekten Wettkampf auszutragen. Das Dienstagabendmeeting findet dennoch mit einem variantenreichen und spektakulären Programm statt – mit der Vernissage als besonderem Intermezzo und dem gewohnten Ambiente unter freiem Himmel.

Photo Credit CuPNet Photo Peter Mettler
Öffentlichkeitsarbeit: Thomas Renngli | IGOR
Resultate Abendrennen 09. Juni 2026
Newsletter vom 29.05.2026

Wenn Motoren singen und Beine brennen
Die Offene Rennbahn Oerlikon ist mehr als nur eine Sportanlage – sie ist ein Stück lebendige Radsportgeschichte in der Stadt. Am Dienstag, 2. Juni, ist genau diese besondere Atmosphäre zu erleben, wenn die Steher hinter den schweren Motorrädern das Publikum in ihren Bann ziehen. Keiner weiss das besser als Jan Ramsauer.
Der 50-jährige Zürcher Oberländer kennt diese Welt aus beiden Perspektiven: als ehemaliger Steherrennfahrer und zweifacher Schweizer Meister und heute als sportlicher Leiter der Interessensgemeinschaft Offene Rennbahn Oerlikon. Das Oval im Norden Zürichs ist ein idealer Ort für Steherrennen, in denen die Grenze von 80 km/h regelmässig durchbrochen wird.

Die 333-Meter-Bahn sei nicht nur wegen ihrer Länge prädestiniert, um solche Geschwindigkeiten zu erreichen, so Ramsauer: «Die Bahn ist hervorragend erhalten, mit einer unversehrten Oberfläche – eine der schönsten Rennbahnen Europas».
Gerade für die Steher sei sie perfekt. Dass sie 1912 für diese Disziplin gebaut wurde, spürt man bis heute. Die langen, sauber zu fahrenden Kurven erlauben hohe Tempi – und genau das macht den Reiz aus. Hinter den schweren Motorrädern entstehe ein Sog, der es den Fahrern erlaube, über die natürlichen Grenzen zu gehen, erklärt Ramsauer: «Wenn du einmal im Rhythmus bist, spürst du, wie dich die Bahn und der Windzug des Motorrads mitzieht“. Entscheidend sei das Zusammenspiel zwischen Fahrer und Schrittmacher – ein fast intuitives Teamwork bei solchen Geschwindigkeiten.
Dass diese Disziplin so fasziniert, liegt auch an ihrer Eigenheit: archaisch, laut, direkt – und zugleich hochpräzise. Jeder Meter, jede Linie entlang der Rollen entscheidet über Effizienz oder Energieverlust. Wer hier vorne mitfahren will, braucht Stehvermögen, Biss und Geduld, sagt Ramsauer. „Und ein gutes Gespür dafür, wie man sich im Windschatten bewegt.“
Am kommenden Dienstag wird genau diese Faszination wieder spür- und sichtbar. Wenn die Motoren aufheulen und die Steher in den Sog der Maschinen gehen, entsteht jener Moment, der die Rennbahn seit Jahrzehnten prägt: laut, nah, intensiv – und für viele erstmals überraschend eindrücklich.
Ramsauer hofft auf volle Felder und hochkarätige Rennen. Unter anderem hat sich der französische Publikumsliebling Emilien Clère aus Frankreich angekündigt: „Sechs Gespanne sind ideal – dann wird es für die Zuschauer wirklich spannend“, so Ramsauer. Und genau dafür ist Oerlikon gemacht: für Rennen, die man nicht nur sieht, sondern spürt. Ein Abend, der zeigt, weshalb die Offene Rennbahn Oerlikon bis heute ein einzigartiger Ort geblieben ist – und warum die Steher das Publikum ganz besonders in den Bann ziehen.

Programm. Dienstag, 2. Juni 2026
18.50 Uhr: Scratch (U15/U17/Frauen U19)
19.00 Uhr: Tempofahren (U19/U23/Elite)
19.15 Uhr: Ausscheidung (U15/U17/Frauen U19)
19.25 Uhr: Scratch (U19/U23/Elite)
19.35 Uhr: Punktefahren (U15/U17/Frauen U19)
19.45 Uhr: Pause
20.05 Uhr: Steher, 1. Lauf
20.30 Uhr: Ausscheidung (U19/U23/Elite)
20.40 Uhr: Punktefahren (U17/U19/Frauen U21)
20.55 Uhr: Punktefahren (U19/U23/Elite)
21.25 Uhr: Steher, 2. Lauf
21.55 Uhr: Rennschluss
Öffentlichkeitsarbeit: Thomas Renngli | IGOR
Resultate Abendrennen 26. Mai 2026
Newsletter vom 18.05.2026

Dernypremiere mit Stargästen
Nach den zwei stimmungsvollen ersten Saison-Meetings steht auf der Offenen Rennbahn Oerlikon der nächste Höhepunkt bevor. Mit Scratch-Weltmeister Moritz Augenstein und Scratch-Europameister Alex Vogel kehren zwei Fahrer zurück, die dem vergangenen Rennabend eindrücklich den Stempel aufdrückten. Dazu feiert eine der grossen Traditionen des Bahnradsports ihre Saisonpremiere: die Dernyrennen.
Moritz Augenstein bewies in dieser Woche eindrücklich, weshalb er zu den stärksten Bahnfahrern Deutschlands zählt. Der amtierende Scratch-Weltmeister dominierte die Rennen mit Übersicht, Tempohärte und Rennintelligenz – und dies notabene nach einer dreistündigen Anreise aus seinem Wohnort Pforzheim. Der WM-Titel im vergangenen Herbst war kein Zufall: Augenstein gehört seit Jahren zur Weltspitze, gewann mehrere nationale und internationale Meisterschaften und ist auch hinter dem Derny der Massstab.

Alex Vogel fordert den Champion
Mit Alex Vogel steht ihm am Dienstag erneut ein Schweizer Topfahrer gegenüber, der derzeit ebenfalls in bestechender Verfassung fährt. Der Thurgauer krönte sich in diesem Frühjahr zum Scratch-Europameister und zählt seit Jahren zu den konstantesten Bahnfahrern der Schweiz. Mehrere Schweizer Meistertitel und Olympiateilnahmen unterstreichen seine Klasse.
Das Duell zwischen Augenstein und Vogel verleiht den Rennen zuletzt internationales Niveau. Gerade das Scratch lebt von Angriffen, Tempowechseln und taktischem Gespür – beste Unterhaltung also für das Publikum auf der offenen Rennbahn.
Derny-Premiere als zusätzliche Attraktion
Der dritte Rennabend der Saison steht zudem im Zeichen der Derny-Premiere. Die Rennen hinter den kleinen Schrittmachermotorrädern gehören seit Jahrzehnten zu den grossen Attraktionen des Bahnradsports und besitzen in Oerlikon eine lange Tradition.

Programm. Dienstag, 26. Mai 2026
18.50 Uhr: Scratch (U15/U17/Frauen)
19.00 Uhr: Ausscheidung (U19/U23/Elite)
19.10 Uhr: Punktefahren (U15/U17/Frauen)
19.25 Uhr: Derny, 1. Lauf (U23/Elite)
19.50 Uhr: Australien (U19/U23/Elite)
20.00 Uhr: Pause
20.20 Uhr: Tempofahren (U19/U23/Elite)
20.35 Uhr: Ausscheidung (U15/U17/Frauen)
20.45 Uhr: Derny, 2. Lauf (U23/Elite)
21.10 Uhr: Scratch (U17/U19/Frauen U23)
21.25 Uhr: Punktefahren (U19/U23/Elite)
21.55 Uhr: Rennschluss
Öffentlichkeitsarbeit: Thomas Renngli | IGOR
Resultate Abendrennen 19. Mai 2026
Der Rennabend vom 23.06.2026 findet statt
Wir freuen uns auf viele Fans und Radsportbegeisterte.
Kasse ab 16:30 Uhr geöffnet.
