Kalender 2026

Rennbahn-Feeling für 12 Monate
Die Offene Rennbahn Oerlikon zum Aufhängen – das ganze Jahr. Das ist mit dem wunderbaren Kalender 2026 möglich. Der liebevoll gestaltete Begleiter für die nächsten 346 Tage ist nun erhältlich.
12 Monate Radsport-Fieber – der Rennbahnkalender 2026 ist da
In knapp vier Monaten fällt auf der Offenen Rennbahn der erste Startschuss. Am 12. Mai findet das erste Dienstagabend-Meeting der Saison 2026 statt – für Radsportenthusiasten eine undankbar lange Wartezeit.
Doch es gibt Abhilfe – in Form des traditionellen Kalenders der Offenen Rennbahn. Zwölf wunderbare Fotos von Ariana Suppiger und Pascal Friedli, die das Flair des ältesten Schweizer Sportstadions während zwölf Monaten verbreiten. Dazu die wichtigsten Fakten und Eckdaten zur Saison.
Ausserdem überrascht der Rennbahnkalender mit einer Weltexklusivität. Nirgends sonst gibt es mehr rot markierte Feiertage, nirgends wird mehr Vorfreude vermittelt. Schliesslich ist zwischen Mitte Mai und Ende September jeder Dienstag in Oerlikon wie Geburtstag und Weihnachten zusammen.
Kalender der Offenen Rennbahn 2026. Zum Aufhängen. Mit Bildern von Ariana Suppiger und Pascal Friedli und einem Text von Thomas Renggli. – Preis: 17 Franken (inkl. Porto und Versand). Erhältlich unter: sekretariat@rennbahn-oerlikon.ch
Saison 2026
Die Saisonplanung für 2026 ist noch nicht abgeschlossen. Der Saisonplan wird publiziert, sobald die Planung abgeschlossen ist.
Folgende Daten können Sie sich aber jetzt schon im Kalender eintragen:
12. Mai 2026 Saisoneröffnung mit Steherrennen
21. Juli 2026 Indianapois mit Steherrennen (Ausweichdatum Do. 23. Juli)
Wir freuen uns auf viele spannende Rennen und viele Radsportbegeisterte.
Resultate Abendrennen 30. September 2025
Resultate Abendrennen 16. September 2025

1. Jan Freuler / Flavio Küng
2. Claudio Imhof / Michael Alborn
3. Cyrill Steinacher / Dino Rey
Resultate Abendrennen 09. September 2025
Resultate Schweizermeisterschaft Zeitfahren 02. September 2025
Resultate Abendrennen 02. September 2025
Newsletter vom 29.08.2025

«Der Rominger-Manager forderte 10’000 Franken»
Die Saison auf der Offenen Rennbahn schwenkt auf die Zielgerade ein. Zeit, um ein erstes Fazit zu ziehen. IGOR-Präsident Alois «Wisel» Iten ist hochzufrieden und hofft, seinen idealen Nachfolger bereits gefunden zu haben.
Wisel Iten, 16 von 22 Abendmeetings der Saison sind vorüber. Wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?
Wir können von einer guten Saison sprechen – nur schon, weil wir bisher lediglich einmal absagen mussten. Vor allem beim Indianapolis-Event durften wir grosses Wetterglück in Anspruch nehmen – und mit 5000 Zuschauern ein volles Haus bejubeln.
Welches waren die sportlichen und gesellschaftlichen Highlights?
Gesellschaftlich war es sicher der Indianapolis-Anlass mit der Präsentation der historischen Rennfahrzeuge. Sportlich war es unter anderem das Steherfestival vom 19. August. Da konnten wir ein Feld präsentieren, das einer Europameisterschaft nahe kam. Wir hatten den Schweizer Meister, den deutschen Meister, den holländischen Meister und den Europameister am Start. Hocherfreulich ist ausserdem, dass bei fast allen Rennen grosse Felder zusammenkommen.

Mit Silvan Dillier und Fabian Lienhard sind zwei etablierte Strassenprofis oft Gäste auf der Rennbahn. Welche Wirkung hat die Präsenz solch prominenter Fahrer?
Eine sehr grosse Wirkung – vor allem für die Zuschauer. Wenn man Fahrer, die man sonst bei grossen Rundfahrten und Eintagesrennen am TV sieht, hautnah erleben kann, ist dies ein spezielles Erlebnis. Es ist aber schade, dass die Medien zu wenig darüber berichten. Auf der Rennbahn sehen wir Dienstag für Dienstag grossartigen Sport. Das können wir mit Stolz immer wieder feststellen.
Müssten nicht viel mehr Schweizer Strassenfahrer diese Startgelegenheiten nutzen?
Eigentlich schon. Aber beispielsweise Stefan Küng darf von seiner Sportgruppe her nicht auf der Bahn fahren. Es sei zu gefährlich, heisst es bei «Groupama-FDJ». Obwohl dies völlig haltlos ist. Bei anderen fordern die Manager zu viel Geld. Vor zirka 30 Jahren wollte ich Tony Rominger zu einem Start bewegen. Da schaltete sich sein Manager ein – und wollte eine Gage von 10’000 Franken. Und darauf können wir nicht eingehen.
Bei den Frauen war auch Japan in dieser Saison vertreten. Wird diese Internationalisierung fortgesetzt?
Das ist gut möglich. Daniel Gisiger, der derzeit die japanischen Bahnnationalmannschaft betreut, schrieb mir, dass sich seine Fahrerinnen begeistert über die Offene Rennbahn und unsere Organisation äusserten. Das tut gut.
Wie sind Sie mit den Zuschauerzahlen zufrieden?
Wir erleben eine schöne Saison. Aber zwischenzeitlich war das Wetter fast zu gut. Dann gehen die Leute halt eher in die Badi als dass sie zu uns kommen. Das verstehe ich.
Wie kann man die Rennbahn noch attraktiver machen?
Es wäre schön, wenn wir in den Medien grössere Beachtung finden würden. Es ist traurig, dass in den Zürcher Zeitungen nicht einmal die Resultate von Schweizer Meisterschaften publiziert werden. In der «Luzerner Zeitung» beispielsweise findet der Radsport die grössere Beachtung als im Tagi oder in der NZZ. Dabei haben wir in Zürich jene Bahn, auf der europaweit die meisten Rennen durchgeführt werden. Mehr wird nur in Japan gefahren – aber dort vor allem des Wettens wegen.
Was können Sie zur Zukunft der Rennbahn sagen?
Wenn sie vernünftig betrieben wird, kann man auf der Offenen Rennbahn noch lange Rennen fahren. Als wir von der IGOR die Bahn übernahmen (2002), war sich die Stadt sicher, dass dies nicht lange funktionieren würde. Aber da täuschte sie sich gewaltig. Entscheidend wird sein, dass wir innerhalb der IGOR eine vernünftige Nachfolgeregelung finden.
Wer wäre Ihr Nachfolger, wenn Sie ihre Funktion nicht mehr ausüben könnten?
Das wäre Matthias Minder, mein Stellvertreter. Er besitzt die Erfahrung und das Knowhow. Er wäre als Nachfolger sicher geeignet.
Was macht Wisel Iten eigentlich im Winter?
Da gibt es einiges zu tun. In der ersten Hälfte des Winterhalbjahrs kontaktiere ich alle Werbepartner und Programminserenten, die keine weiterlaufenden Verträge besitzen. Im Winter gilt es die Basis für die nächste Saison zu legen. Ausserdem organisiere ich den traditionellen Helferausflug – für jene 28 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne die der Rennbahnbetrieb nie möglich wäre. Wohin der Ausflug führt, bleibt aber hochgeheim.

Silvan Dillier an einem Dienstagabendmeeting.
Rennprogramm Dienstag, 02. September 2025

Öffentlichkeitsarbeit: Thomas Renngli | IGOR
Resultate Abendrennen 26. August 2025
Newsletter vom 22.08.2025

Der Künstler, der Eddy Merckx bezwang
Am 26. August – dem letzten Meeting im meteorologischen Sommer – stehen die Keirin-Spezialisten im sportlichen Fokus. Neben der Piste hat (wie an jedem Dienstagabend) ein Mann seine Bühne, der die Offene Rennbahn seit 20 Jahren auf ein höheres künstlerisches Niveau hebt.
Der vergangene Dienstag bot auf der Offenen Rennbahn alles, was das Radsportherz begehrt: einen wunderbaren Sommerabend, hochklassigen Sport und im internationalen Steherrennen ein Herzschlagfinale, das letztlich der Holländer Reiner Honig knapp vor den Schweizern Jan Freuler und Claudio Imhof für sich entschied.
Hohe Kunst des Bahnsports
Es war die hohe Kunst des Bahnsports – und diese führt direkt zum Zürcher Illustrator, Velo-Aficionado und Kurator Marc Locatelli und in die kleinste Galerie der Welt: Zwei Kubikmeter Ausstellungsraum, 16 gerahmte Bilder haben Platz, und höchstens zwei Betrachter aufs Mal. Als Locatelli, der selber jahrelang in der Kategorie Elite-Amateure Velorennen fuhr und oft auf der Offenen Rennbahn anzutreffen war, einen Ort suchte, um seine Cartoons und Karikaturen zum Thema Radsport auszustellen, stiess er auf die Telefonkabine: Er putzte das Relikt aus den Sechzigerjahren auf Hochglanz, hängte seine Zeichnungen auf – und fertig war die Kunstkabine.

Der grösste Sieg
Seit Anfang Mai und bis Saisonende ist der winzige Ausstellungsort jeden Dienstagabend geöffnet. Unter anderem gibt es dort Locatellis eigenes Comicbuch «Die Nacht, in der ich Eddy Merckx bezwang».
Daneben zeigt Locatelli momentan Werke der luxemburgischen Fotografin Anouk Flesch, die klassische Sportfotografie mit erzählerischer Tiefe verbindet. Für ihre bestechende Bildsprache und ihre Kompositionen wurde Flesch mit einigen prestigeträchtigen Preisen wie dem Mark Gunter Award ausgezeichnet.
Die Schrittmacherin
Nach Ausstellungen in Luxemburg, Frankreich, Grossbritannien und Italien zeigt die Fotografin jetzt ein breites Spektrum ihres Schaffensunter feministischem Aspekt in Zürich Oerlikon. Die Künstlerin ist sich ihrer Position als Frau in der männerdominierten Radsportwelt bewusst und möchte sie in der Ausstellung hervorheben.
Das Thema passt zu Querdenker Locatelli – und auch zur Offenen Rennbahn. Mit Nicole Fry hat hier die erste Frau die Männerdomäne bei Steherrennen gebrochen. Oder mit anderen Worten: In Oerlikon ist der Schrittmacher auch eine Schrittmacherin.

Rennprogramm. Dienstag, 26. August 2025

Öffentlichkeitsarbeit: Thomas Renngli | IGOR